NLS - "GRÜNE HÖLLE" IN IHRER BESTEN FORM
2025 stieg ich als Rookie auch in die NLS (Nürburgring Langstrecken Serie) auf der Nordschleife ein - der nächste logische Schritt nach meinen vorherigen drei RCN-Läufen auf der Nordschleife. Zum allerersten Mal in einem GT4 begab ich mich gleich ins Renngeschehen und fuhr mein erstes NLS-Rennen, und das in einem Porsche Cayman GT4, wie er in der NLS Cup 3-Klasse der Porsche Endurance Trophy, in der GT4 Germany, in der GT4 European Series und im Porsche Sports Cup eingesetzt wird.
Beim Free Practice am Testtag vor dem sechsstündigen NLS 6 Rennen konnte ich mich innerhalb kürzester Zeit an das für mich neue und bisher leistungsstärkste Auto anpassen und bin bereits hohes Tempo nah am Limit des Autos und beeindruckende Rundenzeiten gefahren. Nach dem Rennen war ich zweitschnellster gewerteter Porsche Cayman GT4 Permit-B-Fahrer – vor mir nur Robert de Haan und Alessio Ghiretti, beide Porsche Super Cup- und Carrera Cup-Champions in 2025. Sie waren offensichtlich ebenfalls für ihre Permit A im Feld unterwegs.
STARKE PERFORMANCEMein Teamkollege Thorsten Lingnau (mit dem ich das Auto geteilt hatte) und ich hätten mit unserer Leistung an diesem Tag sogar unsere Klasse in der NLS gewinnen können. Aber vor uns lagen zwei deutlich leistungsstärkere Autos, und da SP7 eine gemischte Klasse ist und NLS keine eigene Permit-B-Klasse hat, haben wir nicht das Ergebnis (Podium) erzielt, das unsere Leistung eigentlich verdient hätte. Denn gemessen an unserem Tempo und unter Berücksichtigung unserer Motorleistung waren wir die wahren Sieger unserer Klasse. – Aber egal, das Rennen war eine fantastische Erfahrung und hat viel Spaß gemacht.
MEIN BISHER BESTES RENNERLEBNIS
Als Rookie sowohl in einem GT4-Rennauto als auch in einem NLS-Rennen in der „Grünen Hölle“ konnte ich einmal mehr zeigen, dass ich auch mit minimaler Vorbereitung und unter sehr fordernden Bedingungen sehr schnell, konstant und sicher fahren konnte.
Am Ende waren es insgesamt 22 NLS-Runden (Nordschleife + GP Kurzanbindung) bzw. umgerechnet 550 km und 3 1/2 Std., die ich an den beiden Tagen in diesem wunderbaren Rennauto gefahren bin. Und das coole AsBest Team – samt Teamchef Alex und seinem Sohn, dem Car Chief – war in jeder Hinsicht vorbildlich. Das gilt auch für die anderen Fahrer im Team. Ich fühlte mich an beiden Tagen der NLS-Veranstaltung (Testtag + Renntag) bestens aufgehoben.
Mein Arbeitswerkzeug: Porsche 718 Cayman GT4 CS Competition, 3,8l Sechszylinder - Mittelmotor mit 425 PS, 6-Gang PDK-Getriebe mit Schaltwippen, KW Cup Rennsportfahrwerk, Porsche 911 GT3 R Lenkrad, Sperrdifferential, 250er und 270er Michelin-Slicks, Überrollkäfig, Rennsitz mit 3-Punkt Renngurten, autom. Feuerlöschanlage, Leergewicht 1350 kg
Dieser Rennwagen wird mein Partner für 2 Tage
Teamkollege Kim Berwanger weist mich freundlicherweise in den Porsche Cayman GT4 CS ein
Meine allererste Fahrt in einem GT4 Rennwagen und gleich auf der Nordschleife. Am Testtag (Motor kaum gedrosselt) - 245 kmh Topspeed in der Fuchsröhre
Nach der langen Geraden - 270 kmh Topspeed im Tiergarten, ca. 300 m vor der Bremszone
Feedback an Teamchef Alex nach meinem ersten Stint am Testtag
Racing Talk mit dem Teamkollegen Kim
Verzögerung aufgrund von Nebel am Morgen des Renntages – Chat mit den Teamkollegen Thorsten Lingnau (GT4 Permit B) und Etienne Ploenes (GT4)
Der Nebel hat sich gelichtet - letzte Fahrerbesprechung vor meiner Ausfahrt
Nach dem Quali nun das Rennen - die Boxencrew ist bereit ...
Der Car Chief gibt das Signal – als Startfahrer fahre ich zur Startposition
1. Startgruppe des Rennens
Hier sind 35 Autos - zwei weitere Startgruppen folgen hinterher, insgesamt nehmen fast 100 Autos am Rennen teil
Ich bin der einzige Permit B GT4 Fahrer in der ersten Startgruppe – bei den großen Jungs
Fliegender Start – die erste Startgruppe braust davon ...
Meine vierte Runde beginnt – das zweite Starterfeld (dort auch mit regulären Porsche GT4 CS) hat mich noch nicht eingeholt
Der schöne Lamborghini GT3 hat mich gerade überholt
Im berühmten Caracciola-Karussell
In Höhe "Brünnchen" – eines der vielen Zuschauer-Spots direkt an der Strecke
Sportkommentator Patrick Simon mit Kamerateam am Auto
Nach dem Fahrerwechsel ist das jetzt mein zweiter Stint des Rennens
Alle warten auf das Startsignal des Car Chiefs
Im Rennen bin ich insgesamt 14 Runden auf der Nordschleife gefahren
Letzter Fahrerwechsel - Schlußfahrer übernimmt
Thorsten überquert die Ziellinie
Ich bin mit meiner gezeigten Leistung sehr zufrieden